2007 war ein besonderes Jahr … so seh ich das jedenfalls. Klar irgendwo sind alle Jahre besonders – passiert ja schließlich immer was … mehr oder weniger Weltbewegendes.
Aber nein, ich finde weder, dass 2007 so besonders war, weil bei DSDS dieser emotional-impulsive Schnulz-Barde gewonnen hat … wie war doch gleich sein Name? Mark Medlock? … So kurzlebig können Erinnerungen sein … noch weil „Germany“ jetzt ein rothaariges „Topmodel“ mit Pfannkuchengesicht und der Eloquenz eines Grundschulkindes hat (… wollt meine Meinung dazu nur mal am Rande eingebracht haben). – Nein, das sind wirklich nicht die Dinge, die die Welt bedeuten. Außer vielleicht die der Welt von unbedarften Teenies. Das, was ich meine, ist etwas ganz anderes:
2007 war in meinen Augen das Jahr, in dem ein Großteil der Gesellschaft – und zwar nicht nur der deutschen – erkannt hat, dass der Mensch und sein Leben nicht alles ist. Da gabs wohl auch noch son bisschen was drumrum. So mit Pflanzen und Tieren. Die Umwelt. Eigentlich seltam, dass viele Menschen das lange Zeit relativ konsequent ignorieren konnten. Wie kann man eine Sache ignorieren, die einen permanent umgibt? – Schon ein ziemliches Kunststück …
Plötzlich schien das alles andere als ein Nischenthema, was es mehrere Jahrzehnte davor gewesen war, zu sein. Insbesondere die aktuelle Tragweite des Themas schien von heute auf morgen in aller Munde zu sein. Das Klima und sein potentiell folgenschwerer Wandel. Die Politik stürzte sich auf das Thema und der Großteil des Rests der Welt ebenso. Alles was zum Thema Energie geschrieben wurde, enthielt mindestens ein „regenerative Energien“ pro Satz, eine Reform der Kfz-Steuer dahingehend, die Steuer nach der CO2-Emission zu berechnen, wurde diskutiert und soll jetzt sogar Wirklichkeit werden, der UN-Klimabericht rüttelte die Welt auf, die ach so überrascht die Hände vors Gesicht schlug und sich ob der fatalen Auswirkungen des Klimawandels in vehementer Entrüstung übte, Al Gore, den man sieben Jahre zuvor wegen seiner damals comedy-verdächtigen Klimaziele noch kollektiv ausgelacht hatte, erhielt den Friedensnobelpreis für sein Engagement gegen den Klimawandel und die Live-Earth-Konzerte rühren die Werbetrommel für das „Green Movement“.

„Warum soll man sich nun darüber aufregen?“, könnte man fragen. „Ist doch alles wunderbar, wenn das Thema endlich in den Fokus der Öffentlichkeit rückt!“, möchte man fröhlich ausrufen. Möchte man das? – Nein, lieber nicht. Denn das ganze hat noch deutlich mehr bewegt, als die Sache publik zu machen. Auf einmal wollen alle an der Bewegung teilhaben und zeigen, wie sehr sie selbst sich doch für den Klimaschutz engagieren. Niemand möchte außenvor bleiben und gar als Gegner der Bewegung gelten, kein Unternehmen möchte hintenanstehen, wenn es darum geht, den globalen Hype für die eigenen Interessen zu nutzen. So wird die „Ökomanie“ zur Ökonomie und die Manie dadurch noch manischer. Grün sein und sich für den Erhalt der Umwelt und des Klimas einzusetzen, gilt nun als politisch korrekt. Und alles was man als noch so kleine Gegenstimme deuten könnte, wird damit politisch inkorrekt. Political Correctness ist meiner Ansicht nach nie etwas Gutes. So diktiert sie einem doch in einem gewissen Maße das, was unterstützenswert ist – beziehungsweise vielmehr das, was nach der Mehrheitsmeinung unterstützenswert sein soll. Dabei wären Gegenstimmen in diesem Fall doch durchaus sinnvoll. Ich möchte mit dem, was ich hier schreibe, jetzt keineswegs in den Ver-Ruf geraten, ein Gegner von Klimaschutz etc. zu sein. Ganz im Gegenteil. Aber die übermäßige Begeisterung für das Thema birgt eine große Gefahr in sich. Man wird schnell blind, wenn man sich dem Rausch hingibt. Und insofern wäre es fatal, wenn wir den Blick für die Wirklichkeit und Fakten verlieren und anderer Leute Dogmen über unsere Vernunft siegen ließen. Wir müssen rational denken und so die Lösungen für das Problem Klimawandel herbeiführen. Ansonsten kommen wir vielleicht vom Regen in die Traufe …
Und damit möchte ich schließen. Ich hoffe, mein Auftakt hat Euch gefallen. Bis die Tage …
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