Der menschliche Makel

By kielerjung

Habt Ihr Euch schonmal über Euer Dasein auf Erden Gedanken gemacht? – Sicher habt Ihr das, Ihr tut es dauernd, aber wahrscheinlich in der Regel nur oberflächlich … Was ich meine ist das Dasein des Menschen auf der Erde an sich. Und eine Frage, die sich da bei mir immer fast gleichzeitig stellt, ist, was der Mensch der Erde und auch der Natur eigentlich bringt …

Hm. Wenn man diese Frage beantworten soll, ist man erstmal perplex. Denn der Mensch, also defacto wir, ist es nicht gewohnt, sein Tun zu hinterfragen und es gegebenenfalls sogar infrage zu stellen. Wieso sollte er auch? Er kontrolliert ja auch nahezu die gesamte Flora und Fauna, weil er ja die sogenannte „Krone der Schöpfung“ (über diesen Ausdruck lässt sich ja meiner Ansicht nach auch heftig streiten …) ist und hat es nicht nötig, sich vor irgendwem zu rechtfertigen. Gut, dass wir diese Frage nicht so einfach beantworten können, mag auch damit zu tun haben, dass man nicht wirklich sagen kann, dass Lebewesen zu irgendetwas „da sind“, weil sie ja nicht planmäßig zu einem bestimmten Zweck erschaffen worden, sondern ganz einfach ein Produkt der Evolution sind …

Also, stellen wir die Frage um! Ist es denn vielleicht so, dass der Mensch der Natur sogar schadet? Darüber lässt sich nämlich sehr wohl reden. Wenn man mit seinem Tun das Ökosystem und den natürlichen Lauf der Dinge schädigt, dann ist man für die Natur und damit für die Erde sicher nicht förderlich, im Gegenteil: man ist ein Störfaktor, der schlecht ist und eigentlich nicht da sein sollte, um das mal ganz vereinfacht auszudrücken … Nun, trifft das nun vielleicht angesichts von anthropogenem Treibhauseffekt und ebenfalls anthropogenem Klimawandel und genauso anthropogenem Artensterben ganz genau auf uns, den Menschen, zu? Definitiv ja, würde ich sagen. Wir sind schlecht für die Natur und eigentlich eine permanente Gefahr. Wir sind wohl einfach zu schlau. Denn durch unsere übermäßige Intelligenz war es uns erst möglich, all die fatalen Erfindungen zu erdenken, die heute beispielsweise maßgeblich für den Klimawandel sind, oder dadurch haben wir es geschafft, uns nahezu alle anderen Lebewesen der Erde untertan zu machen. Natürlich mag es seltsam erscheinen, zu sagen, der Mensch sei „zu schlau“, wo doch in unserem Alltag eigentlich immer das Gegenteil behauptet wird – Aber das sind andere Relationen: ein Mensch mag vielleicht zu dumm für die Bildungsbürgergesellschaft sein, aber gleichzeitig ist er doch immernoch zu schlau für unsere Erde.

So, was will ich jetzt damit sagen? Dass wir uns alle kollektiv selbst umbringen sollten, um der Natur unser Fehlverhalten von nun an zu ersparen? – Nein. Wer will das schon? Wir wären auch viel zu egoistisch und zu sehr in unserer Alltagswelt gefangen, um das zu tun. Was ich will, ist einfach, zum Nachdenken anzuregen und darauf aufmerksam zu machen, dass wir Menschen auch eine Verantwortung gegenüber der Natur und der Erde, auf der wir leben, haben. Wir sollten dieses kostenlose Wohnumfeld nicht so leichtfertig schädigen und damit auf lange Sicht verspielen. Wir haben nur diese eine Erde. So intelligent sind wir dann doch nicht, dass wir uns ganz einfach eine neue basteln könnten … Tja, das wollte ich einfach mal gesagt haben. Vielleicht könnt Ihr das, was ich gesagt habe, ja nachvollziehen …

… Bis bald …

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